Prognose Pool Billard

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Oleg07
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Prognose Pool Billard

Beitrag von Oleg07 »

Mich würde mal interessieren, wie ihr die Zukunft vom Pool Billard seht und was ihr für eine Prognose stellt.
Ich persönlich, sehe und stelle keine gute Prognose.
Es ist und wird natürlich auch noch immer sehr unterschiedlich sein je nach Verband, Verein und Liga.
Am Ende nützt es einem mega Verein aber auch nichts, wenn die Gegner oder andere Vereine/Mannschaften fehlen.
Ich sehe immer weniger Teilnehmer bei den Einzelmeisterschaften. Wobei es bei den älteren Senioren noch halbwegs geht aber bei den Damen-Ladys und den Herren, sieht es eher mau aus. Negativ Tendenz steigend.
Die Deutsche Meisterschaft empfinde ich seit Jahren ohnehin schon als sportliches Fiasko.
Bei den Ligen spüre ich immer weniger Lust und Motivation und sinkende Teilnehmer Zahlen und/oder teilnehmende Vereine und Mannschaften. Einige in den großen Vereinen sind auch schon deshalb demotiviert, weil die Liegen über ihnen schon besetzt sind von dem Verein und ein sportlicher Aufstieg blockiert wird. Das ist dann der Nachteil eines sehr großen und dominanten Vereins. In vielen Gesprächen bekomme ich mit, dass viele Spieler sich die Liga nicht mehr geben werden. Diese Negativspirale, wird aus meiner Sicht in den nächsten 1-2 Jahren richtig Fahrt aufnehmen und auch die betreffen, die vielleicht noch weiter spielen würden.
Eventuell werden sich noch die Ligen ab Regional und die Kreis Ligen halten.
Die Einzelmeisterschaften und die Deutsche, sehe ich in 1-3 Jahren dann wirklich nur noch als reine Farce.
Der demografische Lauf der Dinge, wird überall natürlich auch noch seine Spuren hinterlassen. Das womöglich nicht nur sportlich, sondern auch in den Vorständen und bei den Menschen, welche die ganze Arbeit machen und eigentlich die Seele des Verein sind.
In 10 Jahren sehe ich, dass es viele Vereine nicht mehr geben wird, kaum noch einer sportlich spielt, die Ligen extrem ausgedünnt sein werden (wenn überhaupt noch vorhanden) und Billard zur absoluten Randsportart verkommen ist.
Vieles wird nur noch virtuell statt finden und die VR Brille und der PC, sind endgültig das neue vor die Tür gehen oder sich in irgend einer Form überhaupt noch zu bewegen oder Initiative zu zeigen.
Wie seht ihr das?
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tintin
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Re: Prognose Pool Billard

Beitrag von tintin »

In Norddeutschland ist folgendes zu beobachten:
In den ländlichen Regionen gibt es kaum Berührungspunkte mit Billard, also spielen das nur wenige und bekommen auch gar nicht die Idee dazu. Dort gibt es dann manchmal noch einen Verein, der von zwei Handvoll Enthusiasten aufrecht erhalten wird, ohne Nachwuchs zu generieren, die Arbeit auf wenige Schultern verteilt mit einer Hürde, einiges an finanziellem zu generieren für Pacht, Material, Beiträge...
In den Metropolen ist das ganz anders, dort gibt es Spielhallen, Billardcenter etc. Viele Leute kommen dadurch in Berührung mit Billard und bekommen Lust dazu. Dort gibt es einige Vereine und die haben stetig Zulauf.

Wenn ich hier ein wenig in die Zukunft schauen soll, dann wird es bald einige der kleinen Vereine nicht mehr geben und die großen Vereine stehen an der Grenze von Aufnahmestopps o.ä.
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Re: Prognose Pool Billard

Beitrag von Oleg07 »

Nun, ich lebe in einer Metropole bzw in einer sehr bevölkerungsreichen und dicht besiedelten Gebiet mit vielen anliegenden Städten. Es gibt hier aber auch einige Hochburgen, die einen oder mehrere Vereine (Pool) haben.
In Duisburg ist letztens erst ein Traditionsverein platt gegangen, aufgrund Deiner oben beschriebenen Problematiken. Eine Mega Nebenkosten Nachzahlung hat dem Verein dann den Rest gegeben.

Alles was ich schrieb und meine Prognose, bezieht sich also schon auf ein Top Einzugsgebiet...

Früher gab es unzählige Kneipen, in den ein Billardtisch stand. Das gibt es schon lange nicht mehr.
Die kommerziellen Billard/Sport Centren gibt es, aber da geht es mehr um Party. Std 14 € - 4-6 Leute die trinken und rum knickern. Da entsteht ganz sicher nicht das Verlangen danach, jetzt das Billard mal ernsthaft zu betreiben...
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joshua70
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Re: Prognose Pool Billard

Beitrag von joshua70 »

Ich beobachte das Thema schon länger- früher intensiver, als jetzt, aber ich beobachte das immer noch.

In erster Linie hat Billard das Problem, dass man es ewig spielen kann. Das ist toll für die Spieler, aber schlecht für die Struktur. In körperlichen Sportarten, wo die Biologie dem Leistungssport ein Ende setzt, haben die Älteren dann das Bedüfrnis dabei zu bleiben und übernehmen Funktionärs- oder Trainerpositionen, in denen sie ihr Wissen weitergeben. Im Billard, wo 50 und 60- Jährige noch wettbewerbsfähig in den oberen Ligen an den Start gehen können, muß man jüngere Spieler nicht besser (und sich schlechter) machen, indem man diese vollumfänglich fördert. Auch der wirtschaftliche Anreiz, sich professionell als Trainer zu betätigen ist bei der überschaubaren Zahl Aktiver eher selten zu finden.

Hinzu kommt, dass analoge Spiele nicht unbedingt hoch in der Gunst der aktuellen Jugend stehen. Da kommt es dann drauf an, wer über Bekannte oder Familie Zugang zu Billard bekommt, Spass daran findet und auch die Energie und das Durchhaltevermögen hat, sich entsprechend zu entwickeln. Dabei wenig förderlich ist, dass der Zutritt zu den enstprechenden Lokalen nicht ohne Weiteres für Kinder und Jugendliche zugänglich ist. Und private Vereine findet man als Jugendlicher nicht unbedingt mit Absicht.
Das wiederum führt zu einer Überalterung des Sports. Da sich dann doch einige Spieler mit Lebenspartnern zusammentun, Familien gründen und Kinder die Priorität erhalten, wird die zeitintensive Sportart in den Hintergrund verfrachtet oder ganz stillgelegt. Wenn man dann später wieder eintritt, ist die vergangene Zeit nicht so einfach aufzuholen.
Da die Spieltage vornehmlich an den üblichen "Familientagen" stattfinden und dann doch recht ineffizient über das Jahr verteilt sind, reduziert sich die Bereitschaft an allem teilzunehmen. Also setzt man Prioritäten. Und gefühlt finden sich dann an den EInzelmeisterschaften nur noch Singles und Ältere wieder, deren Kinder eh schon aus dem Haus sind.
Anderen sind auch die Spieltage zu aufwändig. Lange Fahrten für zwei Spiele, bei denen man dann vielleicht auch nicht wie gewünscht performt und trotz intensivem Zeitaufwand ohne Erfolgsgefühl nach Hause fährt. Viel Invest- wenig Ertrag. Das wiederum zieht ein Mannschaftssterben nach sich, das dann partiell zur Folge hat, dass keine homogenen Mannschaften mehr zusammenkommen. Da findet sich dann ein starkes Leistungsgefälle in der Mannschaft und auch in den Ligen. Hobbyspielern, die dann über das Jahr weg wettbewerbsverzerrende Konstellationen vorfinden, hinterfragen dann natürlich ihr Engagement auch immer mehr.

Also ja: Ich sehe ebenfalls eine Abwärtsspirale im organisierten Billard. Darüber hinaus sehe ich auch kein Licht am Ende des Tunnels für den verbandsgeführten Teil des Sports, weil die Verbände sich selbst nicht die Aufgabe stellen, den Sport zu entwickeln. Das liegt auch nicht in der Persönlichkeitsstruktur der meisten Funktionäre, da sie vornehmlich in der Erwartungshaltung antreten, das vorhandene zu verwalten. Und wenn etwas nur verwaltet wird, ergeben sich zwangsweise Verluste, die auf lange Sicht dann bei Null enden. Solange die Verbände nicht zu strukturellen Änderungen bereit sind (Neuerungen sind nicht besonders beliebt bei Verwaltern), wird sich daran auch nichts ändern. Es wird auch kein Druck von den Aktiven ausgeübt, der vielleicht zwangsweise zu Änderungen führen könnte- ergo begleitet man einen Sterbenden, so lange es eben dauert.

Die Verbandsstruktur, die wir haben, ist leider dann handlungsunfähig, wenn sich von 10 Leuten nicht wenigstens 5 einig sind. Da hier die jeweiligen Landesverbände zu viel Macht haben, wird es immer Blockaden wegen regionaler Bedürfnisse oder Antipathien geben. Das ist aber selten wirklich nötig, weil die Lethargie es schon gar nicht bis zu einer Abstimmung schafft. Leute, die die Energie, Ideen und Fähigkeit haben, etwas durchzuziehen, stellen sich ob dieses Wissens schon gar nicht erst zur Verfügung. Wer dann übrig bleibt, gerne mal eine gewisse Wichtigkeit im Leben erfahren möchte, ist dann das (es gibt natürlich Ausnahmen), was sich wählen läßt. Ich kann mich nicht wirklich an regionale oder überregionale Kampfabstimmungen erinnern, weil das im Vorfeld schon geklärt wird, wer da an die Spitze kommt und den lahmen Gaul weiter zu Grabe reitet...

Wenn sich dann ab und an mal jemand mit Feuer im Arsch dazu bereit erklären würde, die Dinge anzupacken, wird der recht schnell von alten Seilschaften, die um ihre Pfründe bangen (so gering die auch sind), ausgebremst. Und bremsen bedarf deutlich weniger Energie, als die Beschleunigung, ist also einfacher und braucht weniger Fähigkeit.

Am Ende bekommt der Sport/ der Spieler, was er verdient. Wenn die Macht beim Volke liegt, das aber aus Bequemlichkeit davon keinen Gebrauch machen will, ist es eben zum Sterben verurteilt. Warum sollte man sowas also zu retten versuchen?

Ich hatte mal hier einen Thread aufgemacht und die Zahlenentwicklung in Baden-Württemberg aufgeschlüsselt viewtopic.php?t=40277&hilit=mannschaftsschwund. BaWü ist ja einer der mitgliedsstärksten Verbände nach NRW und Bayern. In 2003 waren da noch 364 Mannschaften gemeldet. Aktuell sind es 167!!! Wir haben aber immer noch genau so viele Verwalter, wie damals- mal von temporär unbesetzten Posten abgesehen. Maßnahmen? Keine erkennbaren. Das ist aus Sicht der Verbände Vereinssache und die umfassend gültige Generalantwort auf diesbezügliche Anfragen.
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Re: Prognose Pool Billard

Beitrag von klikr »

Absolut korrekt, @joshua70. Mit den technischen Möglichkeiten, die wir heute haben, ist es mit ziemlicher Sicherheit möglich, ALLE deutschen Spieler in einem einzigen Verband zusammenzufassen, regionale Verbände braucht kein Mensch mehr. Den Overhead (sorry, dt: Wasserkopf) kriegst aber halt nicht weg. Was man mit dem Überschuss alles veranstalten könnte... Dazu mal die Finanzen, die Entscheidungsfindung und deren Umsetzung transparent gemacht: schwupps hätte man ein attraktives Verbandswesen, das auch Energie und Geld in Weiterentwicklung stecken kann.

Ein wichtigerer Aspekt beim BIllardsport scheint mir aber die allgemeine gesellschaftliche Entwicklung hin zu mehr Individualität (wer möchte: Egoismus) zu sein. Die Leute sind einfach nicht mehr im gleichen Umfang wie vor 20, 30 oder 40 Jahren bereit, Energie, Zeit und Geld in ein gemeinsames Projekt wie einen Billardverein zu stecken.

Der Ligabetrieb ist auch nur ein auf den Solosport aufgepflanztes Konstrukt. "Echte" Mannschaften, die auch während des Spielens aufeinander angewiesen wären, wie in traditionellen Mannschaftssportarten, gibt es eigentlich nicht, nur ergebnisbezogen.

Ein interessantes Phänomen sehe ich in Polen, nicht dass ich da Detailkenntnisse hätte. Dort besteht wohl der politische Wille, diese Sportart, wenn auch im Einzel, zu fördern. Ergebnis ist eine stattliche Anzahl polnischer Spieler im Topsegment.
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Re: Prognose Pool Billard

Beitrag von joshua70 »

Jop! Das mit Polen ist aber nicht erst seit gestern. Bei uns gab es Phasen, wo die leute, die für Deutschland antreten, ihre Trikots selber bezahlen muißten. Entsprechend schwierig empfinde ich es, wenn dann plötzlich von der DBU beschlossen wird, das es eine Materialbindung gibt. Die Mittel, die man ggf. dafür erhält, werden wie verwendet?
Wenn ich daran denke, dass die Gabrielstische in Bald Wildungen stehen und dort vermutlich auch nicht kostenlos gelagert werden. Die mußten übrigens bezahlt werden, weil Gabriels- falls ich mich recht erinnere- die DBU nicht als sposnorwürdig erachtete.
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Re: Prognose Pool Billard

Beitrag von Oleg07 »

Das mit der DBU und den Verbänden, mit allem was das bedeutet und dazu gehört, war schon immer das grundlegende Problem. Aber ich glaube, da ist der Zug abgefahren. Bis das jetzt angestoßen wäre bzw die Funktionäre ihre Posten räumen würde... da gibt es Billard womöglich schon nicht mehr.
Wäre heute der Billardsport so aufgestellt und professionell strukturiert wie es sein müsste, würde dann der Breitensport Billard weiter so florieren wie früher???
Oder ist es auch eben eine Sache der Zeit?
Wenn ich an früher denke... wir haben auf den Tischen geschlafen. Oft 9 Stunden am Stück gespielt und jeden Tag und alles für das Billard getan. Es gab Vereins oder Stadtmeisterschaften, Weihnachtsfeiern und echte Mannschaften. Da hat keiner nachgeschaut, wieviel Prozent er hat. Natürlich war es auch eine verrückte Zeit mit viel Zigaretten Qualm und Alkohol... vieles undenkbar heute.
Es gibt eine Handvoll Jugendliche, die gut geworden sind. Fast schon roboterhaft gut. Aber würden sich 99,9% der Jugendlichen, heute noch stundenlang jeden Tag die Mühe machen, zu trainieren oder sich einfach auch mal was sagen lassen???
Vieles ist aber auch einfach paradox. Den ersten Stoß den heute alle beherrschen ist der Jump Stoß :)

Oder mal ein anders Thema. Wir haben Jahrzehnte damit verbracht uns die Arbeit zu erleichtern. Jetzt wo fast alles von Maschinen gemacht wird, gehen junge Menschen freiwillig Gewichte schleppen und zahlen auch noch Geld dafür????
Und alles nur wegen der Optik und ohne es für irgend etwas zu nutzen??? Gleichzeitig stopfen sie sich den letzten Müll in den Körper... (ich verallgemeinere)

Zum Billard zurück muss ich mich aber auch selbst hinterfragen. Mittlerweile ist der Samstag aus unterschiedlichen Gründen, der beste Tag in der Woche für mich. Und da soll ich ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt Billard spielen, gegen eventuell Menschen, die ich gar nicht mag und sportlich gesehen total sinnlos??? Ich habe mich in letzter Zeit soooo oft gefragt "was mache ich eigentlich hier".
Das ist auch ein Teil der Wahrheit uns sicher auch nicht nur bei mir.
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Re: Prognose Pool Billard

Beitrag von joshua70 »

Der Zeitgeist ist eine Sache. Pool wurde nicht wegen der Verbände groß, sondern hauptsächlich wegen des Films und des Hypes darum. Das ist nicht replizierbar- zumindest nicht geplant. Als dann immer mehr Menschen in die Vereine strömten, wurde auch eine größere Verbandsstruktu nötig. Da das alles von alleine lief, hat auch niemand jemals daran ernsthaft gedacht, dass das versiegen könnte. Ich sehe Parallelen in der Politik.
Wir hatten auch noch nicht so lange Diskussionen bei uns im Verein. Ich habe Wege gefunden, wie wir aus der Sportförderung 55% der Kosten eines Umbaus/ Renovierung gefördert bekommen können. Das einzig wirkliche Argument, das ich als solches akzeptieren konnte war, dass wir zwar gut dastehen, das Polster aber noch etwas dicker machen wollen und sehen, ob die monatlichen Einkünfte auch über längere Strecken als 1,5 Jahre die Kosten überschüssig decken. Der Rest war zu faul, was zu machen oder stimmte einfach für dsas selbe, wie der Kumpel. Ich entgegnete, dass meiner Ansdicht nach dann investiert werden sollte, wenn es einem gut geht. Muß man investieren, weil es einem nicht gut geht, tut das doppelt weh und erhöht die Not wegen Zeitdruck.

Ähnliches gilt für die Politik und das Verbandswesen. Da aber die Kohle mehr oder minder von alleine kam, konnte man das verteilen, wie man wollte. Als es nicht mehr reichte, hat man die Beiträgeerhöht. Ich habe von noch keiner einzigen Sparmaßnahme bei den Funktionären gehört. Dabei meine ich nicht, dass man deren Spesen oder Aufwandsentschädigungen einkürzt, sondern die Zahl überflüssiger Funktionäre. Es war vor nicht allzu langer Zeit so, dass 70 oder 80% der DBU- Kohle für Reise- und Verpflegungskosten für Funktionäre draufging. Das waren Spritrechnungen, Hotelkosten, Verpflegungspauschalen. Ich weiß, dass da Funktionäre von sich aus Fahrgemeinschaften gebildet haben, aber denooch jeder für sich abgerechnet hat. Damit habe ich noch nicht das größte Problem. Aber es macht ein Unterschied, ob 5 oder 20 Funktionäre so arbeiten. und wenn man das hochrechnet auf die LV und die Anzahl der Funktionäre dort...

In BaWü haben wir 4 Sportkreise und dann die Landesebene. Der Landessportwart verantwortet dabei den Spielbetrieb von über 50 Mannschaften, während in den Sportkreisen jeweils ein Kreissportwart und ein Sportkreisvorsitzender maximal 37 Mannschaften betreuen. Da nur selten Protest erfolgen und die wenigen auch noch selbsterledigend sind (falsch aufgeschrieben, nicht angetreten) und pauschal behandelbar sind (Strafgeld), gibt es da auch nur seltenst strittige Fälle. Ich bahaupte, dass sie 3 Leute für den Sportbetrieb auch nicht zu Tode arbeiten würden, gegenüber 9 Leute jetzt. Daürber gibt es dann noch Sachbearbeiter und Vizepräsidenten für die unterschiedlichen Bereiche. Insgesamt gibt es über 20 Funktionäre für unter 200 Mannschaften über alle Sparten weg!!! Karambol hat bei uns noch 9 Mannschaften und dafür zwei Funktionäre.

Ausserdem- ich glaube das gibt es sonst nirgends mehr- müssen regelmäßig Schiedsrichterprüfungen abgelegt werden, die dann regelmäßig durch Belehrungen aufgefrischt werden müssen. Mir ist nicht bekannt, dass in allen anderen LV die Protestzahlen höher sind, obwohl es da sowas nicht mehr gibt. Das ist Vereinssache. Die Lewute dürfen aber nicht starten, wenn sie keine aktuelle Belehrung oder Prüfung haben und müssen da mitunter 50km einfache Strecke fahren und den "Gelehrten" noch je einen 10er in Cash übergeben.

Dann die Kleidungsregeln, die schon gelockert worden sind. EIn einheitliches Trikot: EInverstanden. Aber der Rest sollte bei Wettbewerben, die unter Ausschluß billardfremden Publikums stattfinden, völlig frei sein- auch mit kurzer Hose.

Früher gab es bei uns Doppelspieltage, bei denen drei Teams gegeneinander antraten. Die Heimmannschaft hatte dabei das erste und dritte Spiel, die am weitesten anreisende das zweite und dritte. Bei druchschnittlich 8 Mannschaften pro Liga sind das 14 Spieltage pro Saison, die natürlich auch alle Termine für kleine Turniere sperren. Mann kann Freitag oder Samstag ein Turnier machen, aber wenn man sonntags untgerwegs ist, überlegt man sich zwei mal , ob man den Samstag davor auch noch ein Turnier besucht. Der Spieltag ist eh verbraten, weil da anschließend niemand mehr was großartiges macht. So könnte man z.B. die Zahl der Spieltage auf die Hälfte reduzieren. Dann gibt es Kreis- Bezirks und Landesmeisterschaften in allen Disziplinen, was nochmal- kommt man durch- 8 Tage sind. Die LM geht dann über eine Woche durch, wofür man natürlich Urlaub nehmen muß, um dann- falls man sich qualifiziert- nochmal Urlaub braucht, um die DM besuchen zu können. Ein richtig guter und ambitionierter Spieler muss so im besten Fall 2 Wochen Urlaub für sein Hobby opfern- ohne Unkostenerstattung und ohne Urlaub für eine optimale Vorbereitung. Das ist arrogant und überheblich und entzieht geneigten Lokalbetreibern die Möglichkeit, eine DM auszurichten. Warum nicht spartenweise an Wochenenden die jeweiligen Spielarten durchziehen? Da wo es auch Leute gibt, die es interessiert (Ballungszentren in den 4 Himmelsrichtungen). Weniger benötigtes Personal, die Infrastruktur ist schon gleichwertig da, weniger Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten etc. Und man gäbe was in die Infrastruktur zurück (Lokalbetreiber), statt nur abzuschöpfen.

Das Schlimmste daran: Kein Schwein interessiert das. Kein Schwein regt sich darüber wirklich auf. Kein Schwein packt die Funktionäre mal an und gibt Feuer. Und bei allen Ideen, die es gibt und die auch durchaus einem zweiten und dritten Blick standhalten, stellt sich dann am Ende die Frage, wofür man die Energie investiert. Für Spieler, denen alles egal ist?
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Re: Prognose Pool Billard

Beitrag von klikr »

Die Ansprache an die Funktionäre hat meiner Erfahrung nach immer dasselbe Resultat: das haben wir schon diskutiert, das geht nicht, lalala. Mal basisdemokratisch die Vereine entscheiden lassen, wäre ne Alternative, statt sturem Dekret über viele Jahre.
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tintin
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Re: Prognose Pool Billard

Beitrag von tintin »

Leider darf neben dem Verband nichts existieren. Ansonsten träume ich von einer Einzelliga bestehend aus 32 Spielern, die im Laufe einer Saison an 14 Terminen in verschiedenen Spielstätten Einfach KO Turniere mit hohem Ausspielziel spielen. Dort gibt es dann Preisgeld pro Turnier und für die Gesamtrangliste. Parallel gibt es eine Bewerber Rangliste mit der man sich in die Gruppe der 32 spielen kann und die Nachrücker definiert, falls einer der 32 an einem Turnier nicht teilnehmen kann. :shifty:
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Re: Prognose Pool Billard

Beitrag von OscarTheFish(p@k) »

tintin hat geschrieben: 21.04.26 05:21 Leider darf neben dem Verband nichts existieren. Ansonsten träume ich von einer Einzelliga bestehend aus 32 Spielern, die im Laufe einer Saison an 14 Terminen in verschiedenen Spielstätten Einfach KO Turniere mit hohem Ausspielziel spielen. Dort gibt es dann Preisgeld pro Turnier und für die Gesamtrangliste. Parallel gibt es eine Bewerber Rangliste mit der man sich in die Gruppe der 32 spielen kann und die Nachrücker definiert, falls einer der 32 an einem Turnier nicht teilnehmen kann. :shifty:
Ich würde sagen "jein". Es ist nicht verboten, eine eigene Serie zu machen, aber ein Verband wird dich und die Mitstreiter dann beobachten und bei Nicht-Gefallen mit Sperren und Sonstiges belegen in den eigenen Strukturen. Dem "Privatbeamtentum" (Funktionäre) kann man nur mit Wettbewerb begegnen und diese "Hoheitsrechte" streitig machen.
Wirtschaftlich wird das aber erst interessant, wenn die Kosten getragen werden können und die verantwortlichen Macher ihren Einsatz auch vergütet bekommen. Ohne brennenden Ehrgeiz kann so ein Ansinnen dann doch auf Dauer ins Leere laufen, da das Vorhaben Richtung sportliches Unternehmertum tendiert und man die entsprechende Mentalität mitbringen muss.
Der vorgestellte Modus hört sich spannend und reizvoll an.
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Re: Prognose Pool Billard

Beitrag von Oleg07 »

Nun, wenn ein neues professionelles System an den Start gehen würde, wäre die DBU und alle Verbände ja von heute auf morgen ohne Mitglieder... wäre also egal, ob die jemand sperren oder Peng. Gäbe vielleicht ein Jahr mal Stress aber dann könnten sich die alten Schergen, Strukturen und der ganze Filz auflösen.
Wie schon mal gesagt. 20000 Mitspieler innen x Summe plus Sponsoren und Startgelder, da käme schon einiges im Monat zusammen. Davon 3-7 festangestellte Mitarbeiter die global alles deutschlandweit steuern, bearbeiten und buchen. und schon wären wir im neuen Zeitalter. Jeder Spieler inn bekäme eine ID Card, mit der sich Teilnahme und Punkte buchen lassen und nachdem eventuelle Gewinne und Boni ausgeschüttet werden. Dann wäre auch wieder ein realer Anreiz da. Und alles Geld fließt ins Billard und in die Spieler innen.
So Kleinigkeiten wie nur noch Trikot Shirt und sonst alles frei usw. würde natürlich auch dazu gehören. Was dann genau gespielt wird ob Einzel oder Mannschaft und wie das dann aussieht, müsste natürlich individuell geklärt werden. Jede Lokalität könnte auch Turniere veranstalten in einem gewissen vorgegebenen Rahmen und Regeln. Wichtig, alles hätte seine Punkte, je nach Stärke, Turniergröße, Abschneiden usw und wird auf die Card gebucht. So gäbe es auch nachvollziehbare Ranglisten nach Geschlecht, Bundesland, Altersgruppe und/oder Bundesweit. So kann jeder entscheiden, was er wie möchte oder was er/sie erreichen will oder auch nicht.
So in etwa...
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Re: Prognose Pool Billard

Beitrag von OscarTheFish(p@k) »

Ich schau bei der Snooker Main Tour gern hinter die Kulissen. Wie die das ohne Ermüdungserscheinungen immer weiter verbessern, das macht die unschlagbar. Die Rosenkrieg im Billard zwischen WPA und Matchrooms Aktivitäten wird eine andere Dynamik bekommen, wenn da plötzlich noch mehr potente Wettbewerber auftauchten. Die Chinesen könnten sich das locker leisten, bleiben aber momentan eher brav und konzentrieren sich auf Heyball und Snooker. Aber die sollen ruhig mal das American Pool für sich entdecken. Da werden WPA und Matchroom sicherlich plötzlich und unerwartet strategisch schmusen und die gegenseitigen Aktivitäten anerkennen und gut finden (Bereicherung des Billardsports). Ich warte darauf, dass die Russen ihre Pyramidenvarianten "exportieren". In "Ost-Berlin" findet man leichter einen Pyramidentisch als einen fürs Heyball.
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Re: Prognose Pool Billard

Beitrag von joshua70 »

So ganz einfach ist das leider nicht! Eine professionelle Struktur mit- zumindest für eine Zeit- garantierten Geldern alleine zieht noch nicht. Das würde für einen kleinen Kreis ausgewählter Spieler reichen, die vielleicht nicht die Qualität oder Ressourcen haben, international durchgängig am AStart sein zu können, aber für die Amateure ist es ein Sakrileg, plötzllich keine "geordnete" Liag und Einzelmeisterschaften zu haben. Dafür sind die menschlichen Verlustängste zu ausgeprägt. Und genau diese Eigenheit- an sich ist es einfach nur menschlich- erschwert einen parallelen Einstieg auch. Und genau da funktioniert auch der Alleinstellungsanspruch der DBU sehr gut- zum Nachteil von Pool. Die Spieler sind so auf die Verbandsstrukturen geprägt, dass sie schon fast Angst haben, etwas illegales zu tun oder sich eine Tür zu schließen, die nie wieder aufgeht.

Wollte man das ernsthaft durchziehen, bedürfte es ein paar allgemein anerkannter Role- Models, die vorangehen und zeigen, dass man sich nicht in Unwägbarkeiten begibt. Im leben ist es meist so, dass 20% sofort dabei sind, 20% eher "nie" als nein sagen und 60% eher unentschlossen sind und mal schauen, was der Rest so macht. Wenn da dann mal ein Teil der Herde seine Entscheidung getroffen hat, folgt relativ schnell der größte Rest- alles andere kann man dann der Zeit überlassen.

Diese Diskussionen gab es in allen Färbungen schon x mal hier. Ein paar sind für das Motto "reiß ein, mach neu", andere halten die Verbandsstrukturen für erhaltenswert und befürchten bei Parallelunternehmungen eine zu große Zerklüftung der Billardszene. Da Funktionäre recht normale Menschen sind und billardtechnisch nicht über ausgewiesene Fähigkeiten verfügen, findet man die Denkmuster natürlich auch in der Breite wieder. Wenn dann noch persönliche Aktion erforderlich wird, schwinden noch mehr Spieler- sie müßten dann ein mal den Arsch vom virtuellen Gedankensofa hochbekommen.

Faktisch hat die DBU keinen wirklichen Hebel, was aber kaum kemand weiß und die DBU deshalb dieses imaginäre Druckmittel aufrechterhält. Sobald die Möglichkeit eines Verdienstes bestünde, darf die DBU nicht mehr sperren, weil sie sonst gegen freie Berufswahl/ Einkommensmöglichkeit verstoßen würde. Das ist ja keine staatliche Organisation mit verliehenen hoheitlichen Rechten, sondern ein staatlic anerkannter Sportverband. Das wiederum ist grundlegend Bedingung für die Förderfähigkeit diverser Dinge (Regionale Sportbünde etc.). Daran hängen hie und da Mittel, die für Vereine existentielle Bedeutung haben können.
Darüber hinaus hat die DBU aber das Hoheitsrecht, anerkannte Deutsche Meister auszuspielen, was dann Zugangsvoraussetzung für internationale Wettbewerbe (EM, WM) ist. Auch hier würde ein Parallelverband zunächst nicht mithalten können- zumindest nicht so lange, bis er eine kritische Größe erreicht hat, bei der er nicht mehr ignorierbar ist. Wer sich als Spieler also noch Sporen verdienen will, kann gar nicht wirklich abtrünnig werden. Ein DM- oder EM- Titel eröffent ja mehr oder minder direkt Sponsorenangeboten Tür und Tor, was ansonsten nur mit viel Aufwand auf internationaler Bühne (Eurotour ist auch gestorben) bei der WNT möglich wäre.

Subtrahiert man dann mal die "Abhängigen" bleiben Spieler übrig, die altersbediingt vielleicht die Qualität haben, aber nicht mehr den Zug zu großer Anerkennung. Die sind als Rolemodel allerdings auch nicht so attraktiv, um damit eine Sogwirkung erzielen zu können.

Was vermutlich am vielversprechendsten ist, scheint mit der DBU/ den LV etwas zu kreiieren. Also z.B. kleinere Turniere, die genehmigt werden müssen, wenn nichts aus Verbandssicht dagegen spricht. Damit könnte man die Spieler an Neues gewöhnen und sie "anfixen". Wenn das wächst, sind die nächsten Steps auch deutlich kleiner und man muss nicht direkt mit der großen Axt in den Wald. Und selbst wenn die DBU einen Verdacht hätte, würde kein Greicht der Welt dem zustimmen, solange keine verbandsschädigenden Aktivitäten nachzuweisen sind. Damit das aber im Keim erstickt wird, halten die Verbände den Terminplan so dicht, dass es (fast) gar keine relevanten Termine gibt, was aufzubauen.

Die Keimzelle, aus der schnell was größeres erwachsen könnte, stellt jemand mit Ideen und Schaffenskraft sowie eine gewisse Anzahl an interessierten Spielern dar. In mehrere Regionen parallel startend, könnte man näher und näher aneinander heranrücken, indem man z.B. regionale Qualitfikationsserien startet, die dann in einem Endturnier münden. Wenn also solche Hotspots mit Turnierserien alle 100km zu finden wären, könnte man da was aufbauen. Speziell, wenn andere beobachten, dass das funktioniert und auch daran teilhaben wollen. Aber es braucht Leute mit Hands- on- Mentalität und Ausdauer. Es muß jemand koordinieren und jemand die Übersicht behalten. Wer das kann, braucht darüber hinaus viel Pathos für den Sport, denn es wird brotlos sein- zumindest für eine ganze Weile.

Mit ausreichend Willen, wäre es z.B.kein Problem, die Leute in ihren Bekanntenkreis loszuschicken, um die Gewerbetreibenden um kleine Spenden zu bitten. Der Verein kann ja Spendenbelege ausstellen, was den faktischen Einsatz dann noch weiter reduziert. Man kann vielleicht auch Bannerwerbung verkaufen- es muss halt zu Beginn unter einer bestimmten Schmerzgrenze bleiben. Aber angenommen 10 Leute fragen jeweils 10 aus ihrem Bekanntenkreis nach einer Spende über 10 Euro. Dabei sagen sicher 5 ab, 3 geben nen 10er und 2 20 oder 50. So wären wir schnell mal bei einmaligen 700+ Euro added money. Das in zwei oder drei Regionen gleichzeitig. Die Skalierung überlasse ich der Fantasie derer, die bis hierhin gelesen haben...
Alles eine Frage des Glaubens. Ich glaube... ich nehm noch n Bier...
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treffgarnix
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Re: Prognose Pool Billard

Beitrag von treffgarnix »

Oleg07 hat geschrieben: 20.04.26 09:57 Mich würde mal interessieren, wie ihr die Zukunft vom Pool Billard seht und was ihr für eine Prognose stellt.
Ich persönlich, sehe und stelle keine gute Prognose.
Es ist und wird natürlich auch noch immer sehr unterschiedlich sein je nach Verband, Verein und Liga.
Am Ende nützt es einem mega Verein aber auch nichts, wenn die Gegner oder andere Vereine/Mannschaften fehlen.
Ich sehe immer weniger Teilnehmer bei den Einzelmeisterschaften. Wobei es bei den älteren Senioren noch halbwegs geht aber bei den Damen-Ladys und den Herren, sieht es eher mau aus. Negativ Tendenz steigend.
Die Deutsche Meisterschaft empfinde ich seit Jahren ohnehin schon als sportliches Fiasko.
Bei den Ligen spüre ich immer weniger Lust und Motivation und sinkende Teilnehmer Zahlen und/oder teilnehmende Vereine und Mannschaften. Einige in den großen Vereinen sind auch schon deshalb demotiviert, weil die Liegen über ihnen schon besetzt sind von dem Verein und ein sportlicher Aufstieg blockiert wird. Das ist dann der Nachteil eines sehr großen und dominanten Vereins. In vielen Gesprächen bekomme ich mit, dass viele Spieler sich die Liga nicht mehr geben werden. Diese Negativspirale, wird aus meiner Sicht in den nächsten 1-2 Jahren richtig Fahrt aufnehmen und auch die betreffen, die vielleicht noch weiter spielen würden.
Eventuell werden sich noch die Ligen ab Regional und die Kreis Ligen halten.
Die Einzelmeisterschaften und die Deutsche, sehe ich in 1-3 Jahren dann wirklich nur noch als reine Farce.
Der demografische Lauf der Dinge, wird überall natürlich auch noch seine Spuren hinterlassen. Das womöglich nicht nur sportlich, sondern auch in den Vorständen und bei den Menschen, welche die ganze Arbeit machen und eigentlich die Seele des Verein sind.
In 10 Jahren sehe ich, dass es viele Vereine nicht mehr geben wird, kaum noch einer sportlich spielt, die Ligen extrem ausgedünnt sein werden (wenn überhaupt noch vorhanden) und Billard zur absoluten Randsportart verkommen ist.
Vieles wird nur noch virtuell statt finden und die VR Brille und der PC, sind endgültig das neue vor die Tür gehen oder sich in irgend einer Form überhaupt noch zu bewegen oder Initiative zu zeigen.
Wie seht ihr das?
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