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Am vergangenen Freitag fanden zwar nur 20 Spieler den Weg in den Düsseldorfer Süden, darunter jedoch insgesamt 10 Spieler, die aktuell in der Oberliga oder einer höheren Liga Ihrer Leidenschaft mit den bunten Kugeln nachgehen. Unter den Spielern waren die Dauerbrenner Klaudio Kerec (Gelbe Eins Wuppertal), Martin Steinlage (BSG Osnabrück) und Marko Vogel (PBC Trier). |
Daneben nach längerer Zeit wieder am Start waren Fabian Breuer (BC Colours Benrath), Marcus Strey (BSC Shooters Mettmann) und Thomas Tomaszik (BG Viersen) sowie der seit Kurzem wieder für die Barmer Billardfreunde aktive Sascha Zinowsky. Als Überraschungsgast gab sich der ehemalige Bundesligaspieler vom BC Blues Brothers Emrah Güvenc nach langer Zeit wieder die Ehre. Damit war das Favoritenfeld reichlich bestückt und der Turnierausgang offen wie lange nicht mehr.
Trotz des mit vielen Hochkarätern besetzten Feldes kam es in den vier Erstrundenspielen nicht zu einem einzigen Duell dieser Spieler. Dafür trafen die Spitzenspieler in der 1. Gewinnerrunde dreimal aufeinander. Hier kam es zu den Partien zwischen Steinlage und Tomaszik, Strey und Zinowsky sowie Kerec und Vogel. Um sich bewusst zu werden welche Bedeutung diese frühen Paarungen hatten sei gesagt, dass von diesen 6 Spielern sich bereits 5 in die Siegerlisten beim Benrather Hausturnier eingetragen hatten.
Überraschend deutlich fiel das Ergebnis zwischen Steinlage und Tomaszik aus. Der Osnabrücker fegte den Regionalligaspieler mit einem „White Wash“ 4-0 vom Tisch. Marcus Strey behielt mit 4-2 die Oberhand über Zinowsky und Klaudio kassierte eine 2-4 Niederlage gegen Vogel. Dabei zeigte sich der Wuppertaler wie schon vor 2 Wochen spielerisch noch immer nicht ganz auf der Höhe.
Für eine kleine Sensation sorgte in der Verliererrunde der Benrather Sportwart Sascha Kühn. Er besiegte Sascha Zinowsky deutlich mit 4-1 und beendete für diesen mit der zweiten Niederlage den Turnierabend frühzeitig.
In der Gewinnerrunde trafen die Favoriten nun reihenweise aufeinander. Nur der immer noch angeschlagene und um den Tisch humpelnde Marko Vogel hatte ein vermeintlich leichtes Los: Er traf auf den aus Hessen ins Rheinland gezogenen Michael Schurat. Dieser hatte 14 Tage zuvor bereits Klaudo Kerec das Leben schwer gemacht und auch dieses Mal hielt Schurat dagegen. Durch ein mühevolles 4-3 erreichte der Trierer Zweitligaspieler die Endrunde der letzten acht.
Im Duell der jungen Billardspieler trafen Christian Cüster (Phönix Übach-Palenberg) und Fabian Breuer aufeinander. Auch hier entwickelte sich ein spannender Satz, den der Düsseldorfer am Ende mit 4-3 gewinnen konnte.
Im Mettmanner Duell standen sich Marcus Strey und Gabriel Niesyto gegenüber. In Runde 1 hatte sich Niesyto gegen den Benrather Robert Lindhorst zu einem 4-3 gequält. Nun hatte er es mit einem anderen Kaliber zu tun. Für gewöhnlich zählt Strey in der Oberliga des BLMR zu den Topspielern, doch in den letzten Wochen lief es bei dem Mettmanner nicht so gut. Am heutigen Abend reichte es allerdings, um den Mannschaftskameraden in die Verliererrunde zu schicken und mit 4-2 in die Endrunde einzuziehen.
Nach Tomaszik erwischte Steinlage mit Emrah Güvenc ein weiteres „Traumlos“. Dieses Mal lief es allerdings andersherum. Emrah zeigte nach seiner langen Spielpause erstaunlich gutes Pool und bezwang Steinlage mit 4-1. Die ersten vier Endrundenteilnehmer standen damit bereits fest. Nun mussten noch die vier fehlenden Spieler in der Verliererrunde ermittelt werden.
Dort kam es zu den Paarungen Kühn vs. Schurat, Tomaszik vs. Cüster, Wiechert (BC Colours Benrath) vs. Steinlage und Kerec vs. Niesyto. Schurat setzte sich mit 4-1 durch und erreichte bei seiner zweiten Turnierteilnahme erstmals die Endrunde. Tomaszik bezwang Cüster mit 4-3, Wiechert kam gegen Steinlage in die Endrunde und Kerec setzte sich gegen Niesyto mit 4-2 durch.
Damit hatten sich 6 der insgesamt 10 favorisierten Spieler bis in die Endrunde durchgesetzt. Ergänzt wurde das Viertefinalfeld von Christine Wiechert und überraschend Michael Schurat.
Im Viertelfinale war für Christine und Michael Endstation. Beide unterlagen ihren Gegnern Marco Vogel bzw. Emrah Güvenc mit 1-5. Mit dem gleichen Resultat zog Strey in die Endrunde ein. Er hatte mit dem Viersener Tomaszik wenig Mühe.
Spannend verlief das Match zwischen Breuer und Kerec. Bei einer 4-1 Führung sah der Benrather bereits wie der sichere Sieger aus. Durch einen Stellungsfehler auf die Acht brachte sich der Regionalligaspieler selbst in Bedrängnis. Beim Versuch den Ball noch dünn in die Ecktasche zu spielen, fiel die Weiße in die Tasche und Kerec schloss zum 2-4 auf. In der Folge holte Klaudio Spiel um Spiel auf und drehte das schon verloren geglaubte Spiel in einen Sieg um.
Im Halbfinale kam es dann zu den Aufeinandertreffen zwischen Strey und Güvenc sowie Vogel und Kerec. Auf dem Benrather „Centre Court“ gab es ein deutliches Resultat zugunsten von Güvenc. Er besiegte Strey mit 6-2 und stand damit erstmals seit vielen Monaten wieder im Benrather Finale.
Nun musste noch sein Finalgegner ermittelt werden. Klaudio startete gut in den Satz und lag schnell in Führung. Trotz seiner Verletzung schloss Marko auf. Schließlich musste das elfte Spiel die Entscheidung bringen. Hier unterlief Kerec der letzten Endes entscheidende Stellungsfehler. Er wollte eine Kombination Vier auf Zehn stellen, doch der Spielball rollte zu weit. Nun war die Kombination nicht mehr möglich und die Vier nicht mehr senkbar. Die Sicherheit gelang dem Wuppertaler nicht wie gewünscht und Vogel beendete die Partie zum 6-5.
Damit stand ein Finale fest, dass bereits vor einigen Jahren ein Dauerbrenner in Düsseldorf war. Das Finale wurde allerdings nicht gespielt. Emrah und Marko einigten sich darauf das Preisgeld zu teilen.
Den Turnierplan sowie Bilder zum Turnier findet ihr im Bericht auf unserer Homepage www.bccolours.de
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